Mini Cooper
2. Februar 2012
Jaja, ich weiß: Das aktuelle Kältehoch heißt schon gar nicht mehr Cooper. Es wurde von Meteorologen nach meinem coolen Kollegen getauft und heißt jetzt “Dieter”. Aber das würde keine so schöne Überschrift ergeben.
Überhaupt, es geht jetzt ja auch nicht um die Namen von Hochdruckgebieten, sondern um den Umgang des moderen Menschen mit der Kälte. Genauer gesagt, um den des modernen jungen Fräuleins mit derselben. Die vollständige Verhüllung weiblicher Wesen sollte man meiner Ansicht nach nicht einmal aus religiösen Gründen vorschreiben. Aber bei Temperaturen von 15 Grad Minus und weniger ist eine nahtlose Verpackung des Leibes doch einfach aus praktische Gründen angezeigt, oder?
Denkste. Von dem, was mir dieser Tage bei klirrender Kälte so über den Weg läuft, bekomme ich schon vom bloßen (feines Wortspiel) Zusehen Erfrierungen. Da trägt man Miniröcke und dünne Schühchen, und weil man in einem Thermokaftan so dick aussehen würde, geht man eben ohne.
Schuld daran ist sicher die Tatsache, dass es in Musikvideos immer Sommer ist (“Last Christmas” war eine löbliche Ausnahme, auch wenn man von den Frisuren Augenkrebs bekommt). Und weil einem der Star keine warmen Klmaotten vormacht, bleibt jahreszeitlich passende Kleidung tabu. Tss tss tss.
Wetterphänomene werden bekanntlich in alphabetischer Reihenfolge benamst, darum nannte man das dritte ordentliche Wettergebiet des Jahres “Cooper” mit “c”. Ich wäre für “Chronische Blasenentzündung” gewesen. Man muss die Menschheit schließlich warnen.







