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Regionale Nachrichten
Kategorie: Stadt, Startseite
09.03.10 20:15 Alter: 177 Tage
Grundschulempfehlung: Realschulen verlieren doch nicht
Realschulen kommen bei den Grundschulempfehlungen doch nicht so schlecht weg.

Heidenheims Realschulen kommen bei den Grundschulempfehlungen nicht so schlecht weg, wie es zunächst den Anschein hatte – und gestern berichtet wurde. Das belegen offenbar Zahlen, die die Stadtverwaltung zunächst nur intern verwendete, nun aber nachreichte. Diese lagen bislang jedoch nur intern vor – und waren auf Anfrage der Heidenheimer Tageszeitungen zunächst auch nicht bekannt gegeben worden. Beim Vergleich der öffentlichen Zahlen entstand der Eindruck, dass sich die Schulen bisweilen selbst Schüler zuschanzen könnten, wie es im Beitrag vom 9. März hieß. Erst auf den veröffentlichten Bericht hin verwies die Stadtverwaltung auf ihr internes Zahlenmaterial. In einem Statement der Verwaltung wird Bürgermeister Rainer Domberg mit der Kritik zitiert, der Bericht „vermittle Eltern ein falsches Bild“. Verbunden war das Statement mit dem Wunsch, zu veröffentlichende Zahlen mit dem Schulträger (also der Stadtverwaltung) „abzustimmen“.

Zurück zu den Zahlen der Stadt: Demnach hat es bei den Grundschulempfehlungen auch nach der Einführung der Werkrealschulen keine großen Verschiebungen gegeben. Bezogen auf die Realschulen könne Dieter Henle, Fachbereichsleiter Familie, Bildung und Sport, kaum Veränderungen feststellen: Seien es für das Schuljahr 2009/2010 noch 22,6 Prozent der Viertklässler gewesen, die eine Realschulempfehlung erhielten, so seien es nun auf Basis der Erhebung des Geschäftsführenden Schulleiters für das kommende Schuljahr 22,3 Prozent.
Lediglich bei den Haupt- und Werkrealschulen hat sich laut Stadtverwaltung eine Verschiebung zu Gunsten der Gymnasien ergeben.  Die Grundschulempfehlungen für die Haupt- und Werkrealschulen in Heidenheim lagen im Vorjahr mit rund 36 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt (25 Prozent) – für das Schuljahr 2010/2011 ging dieser Wert auf 33 Prozent zurück.
Die Gymnasialempfehlungen für die Viertklässler haben von 41 Prozent auf 44,7 Prozent zugenommen.
„Die geringfügigen Veränderungen bei den Grundschulempfehlungen belegen den seit langem anhaltenden Trend zugunsten der Gymnasien und lassen keineswegs erkennen, dass die zukünftigen Werkrealschulen unabhängig von den Fähigkeiten und Begabungen der Schülerinnen und Schüler versorgt werden“, heißt es seitens der Verwaltung.

 


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